Ich, Onkel Mike und Plan A [Rezension]

Als Fast-12-Jähriger ein Kinderhotel mit seinen kleinen Stiefschwestern besuchen, dafür ist Leon zu alt. Lieber verbringt er seine Ferien mit seinem Onkel Mike, dem Rapper Gängsta X in einem Alpenkaff.

Hallo Leseverzauberte!

Vor wenigen Wochen hat mir Josia vom Cargo44-Team vorgeschlagen, dieses Buch zu rezensieren. Vielen Dank an Books on Demand, die mir ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben!

Handlung

Statt dem geplanten Abenteuerurlaub mit seinem Vater, soll Leon mit Papas neuer Freundin und deren kleinen Töchtern ins Kinderhotel fahren. Dafür ist er doch zu alt! Eine Postkarte seines Onkel Mike sieht er als Einladung ihn zu besuchen und beim Songs schreiben zu unterstützen. Denn Mike ist der gefeierte Rapper „Gängsta X“. Spontan schlachtet er sein Sparschwein, um ihn im Alpenkaff Hinter-Oberdorf zu besuchen. So sein Plan A. Einen Plan B brauchen „echte Kerle“ wie er und Mike ja nicht. Bis er mit Onkel Mike von einem Wasserfall springen soll.

Rezension

Gleich zu Anfang gefällt mir Gabathulers lockerer, witziger Erzählstil. Die Kapitel haben eine gute Länge und treffende, originelle Titel. Mit Leon kann ich gut mitfühlen, der gerade in einem Alter steckt, in dem er für vieles „zu alt“ ist, vor allem für ein Kinderhotel und Spielplätze. Er hatte sich auf die „coolen“ Dinge wie Schlauchbootfahren, Hochseilgarten oder Höhlenexkursionen gefreut. Sein Papa macht ihm da einen Strich durch die Rechnung, als er den Abenteuerurlaub absagt. Doch ihn fragt ja wieder keiner, genau wie bei der Scheidung vor wenigen Jahren. Er hinterlässt seinen Eltern nichts als eine Videobotschaft und haut ab zu seinem Onkel nach Hinter-Oberdorf, wo er einen unvergesslichen Sommer erlebt, in dem er einen Schuh beerdigt, neue Freunde findet und Fahrradtouren zu Bergseen unternimmt.

Doch Onkel Mike stellt sich nicht als der „echte Kerl“ raus, den Leon erwartet hatte. Der Junge findet ihn sturzbetrunken in der chaotischen Hütte auf und Leon muss ihn wörtlich wachrütteln, um im Haushalt für Ordnung zu sorgen und neue Songs zu schreiben. Seine Plattenfirma macht Onkel Mike – aka Rapper Gängsta X – Druck, sein nächstes Album zu produzieren und einen großartigen neuen Song zu präsentieren. Ich denke, das ist eine häufige Situation für erfolgreiche Musiker und wie Mike, verlieren sich manche Künstler im Alkohol.

Das Buch lebt von vielen starken Charakteren, die den Klischees widersprechen. Einer technikaffinen Frau, dem Tüftler mit großen Händen und ein unsicherer Popstar zum Beispiel.

Das Cover von Lisa Hänsch ist sehr schön gemalt und nach dem Lesen macht es Spaß, sich die Details anzusehen und an die Szenen zurückzudenken.

Fazit

Das Buch war mein erstes von Alice Gabathuler und wird sicher nicht mein letztes sein. Mir gefällt Ihr Erzählstil und der Witz, den sie mitbringt. „Ich, Onkel Mike und Plan A“ ist eine gelungene, realitätsnahe Sommerlektüre für Kinder ab 10 Jahren und erhält von mir 5 von 5 Sternen.

Schaut auch bei Josia Jourdan vorbei, dort findet Ihr eine sehr gute Rezension, bei der er ausführlich auf die Behandlung von Rollenbildern in Kinderbüchern eingeht.


Habt Ihr das Buch gelesen? Welches Kinderbuch hat Euch zuletzt begeistert? Ich freue mich auch über Feedback für meine Rezensionen!

Bibliografie

Alice Gabathuler
Paperback
180 Seiten
ISBN-13: 9783748181293
Books on Demand
Erschienen am 17. Mai 2019

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Bilder: © BoD © Daniel Eckert

2 Kommentare

  1. Hallo Daniel

    Was für eine gelunge Rezension & wie schön, dass dir das Buch gefallen hat 🙂 da bin ich direkt bisschen erleichtert & es freut mich ganz besonders, dass du den Schreibstil von Alice Gabathuler magst. Ich find ihn nämlich auch super. Allerdings sind die meisten anderen Bücher (ausser Hühnerställe schwimmen nicht) eher spannende Krimis & Thriller Und weniger humorvolle verrückte Geschichten, aber die mag ich genauso, eben nicht sogar noch mehr!

    Ich freue mich auf die Blogtour.

    Ganz liebe Grüsse

    Josia

    1. Hallo Josia!

      Danke für Dein Feedback! Ich interssiere mich vor allem für „Blackout“ von ihr, das klingt echt gut.

      Ich freue mich auch schon auf die Blogtour!

      Liebe Grüße

      Daniel

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