„Vront“ von Yves Grevet | Rezension

Eine Untergrundorganisation kämpft gegen die Totalüberwachung, wofür der Preis sehr hoch ist. Die neue Dystopie von Yves Grevet.

Hallo Leseverzauberte!

Ich habe letztes Jahr Dystopien für mich entdeckt und konnte zu diesem vielversprechendem Buch nicht Nein sagen. Von Yves Grevet hatte ich bis dahin noch nichts gelesen.

Vielen Dank an den Mixtvision-Verlag für das Rezensionsexemplar.

Handlung

Jede deiner Bewegungen wird überwacht. LongLife rettet täglich Leben und sorgt für Sicherheit im Land. Doch wo bleibt die Freiheit? Der Anführer der Widerstandsgruppe Vront wird nach einem ungeklärten Todesfall verhaftet. Scotts Bruder Stan forscht mit seinen Freunden nach und macht überraschende Entdeckungen.

Meinung

Das Buch beginnt gleich mit Stans 13-jähriger Ich-Perspektive und erzählt im Präsens die darauffolgende Zeit, in der er mit seinen Freunde Lottie und Sol mehr über das geheime Leben seines Bruders lernt. Die drei sind ein eingespieltes Team und agieren clever. Der Spannungsbogen wird ziemlich flach und langatmig gehalten, doch dank eines einfachen Schreibstils bin ich drangeblieben. Mit einem Cliffhanger endet seine Sicht kurz vor der Mitte und das Buch wird wesentlich aufregender, reißt mich mit und sorgt besonders zum Schluss für ordentlich Nervenkitzel.

Die Lebensumstände sind für eine Dystopie sehr vage beschrieben. Außer dem alles überwachendem Unternehmen LongLife verwendet Yves Grevet keine weiteren Aspekte, die den Fortschritt der Zukunft darstellen. Dafür erklärt er dieses System ausführlich. Eltern können den Bewegungsradius ihrer Kinder festlegen, deren Standort überwachen und die Polizei ist bei erhöhter Kampfbereitschaft zur Stelle. Verständlicherweise fühlen sich die Jugendlichen in ihrer Freiheit eingeschränkt und leisten ohne ihren Anführer weiter Widerstand. Die Idee der Gruppe „Vront“ fand ich gelungen.

Fazit

„Vront“ ist eine mittelmäßige Dystopie, die lange braucht, um sich ihrem Potenzial zu nähern. Der einfach gehaltene Schreibstil und eine ereignisreiche zweite Hälfte retten das Buch für mich, sodass ich 3,5 Sterne vergebe.

Mehr zu den Figuren und anderen Themen des Buchs erfahrt ihr bei den Beiträgen der „Vront“-Blogtour.

Bibliografie

Übersetzt aus dem Französischen von Nadine Püsches
Hardcover
476 Seiten
Mixtvision
19,00 €
ISBN: 978-3-95854-149-8

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Daniel
Daniel ist seit Kurzem Buchblogger auf dieser Webseite. Er schreibt schon immer gerne und mag vor allem eines: Lesen!

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