Mein Besuch auf der Leipziger Buchmesse 2019

Vor ein paar Wochen war ich für einen Tag auf der Leipziger Buchmesse. In diesem Rückblick möchte ich Euch von meinen Erlebnissen bei meinem Messebesuch berichten.

Hallo Leseverzauberte, am Samstag, den 23. März, war ich zum zweiten Mal auf der Leipziger Buchmesse.

Um 8:12 Uhr fuhr mein Zug in Hirschaid ab. Nach einem Umstieg in Bamberg saß ich schon im ICE nach Leipzig Messe. Der Zug kam fast pünktlich an, im Gegensatz zu letztem Jahr, als Leipzig im Schneechaos versank und ich zweieinhalb Stunden später kam. Hunderte Menschen machten sich auf den Weg zur Glashalle. Es war warm und sonnig, sodass ich in meinem „So many books so little time“-T-Shirt von Bookrebels rumlaufen konnte.

Das Buchmesse-Logo auf einer Treppe.

Bloggertreffen

Als Erstes traf ich die 12-jährige Buchbloggerin Mirai von Lass mal lesen! (Instagram: @lesehexemimi), die mich zum Bloggertreffen der Verlage Thienemann und Carlsen mitnahm. Es war sehr spannend, mit Verlagsleuten ins Gespräch zu kommen und viele bekannte Blogger zu sehen. Dort ergatterte ich eine signierte Ausgabe von „Schamlos“ von Amina Bile, Sofia Nesrine Srour und Nancy Herz aus dem Gabriel Verlag, worauf ich schon sehr gespannt bin.

Mein Foto mit Mirai beim Bloggertreffen.

Eragon ist zurück

Um kurz vor 12 Uhr verließ ich den CCL und lief zu Halle 1, in der die Lesung des Eragon-Autors Christopher Paolini aus der Kurzgeschichten-Sammlung „Die Gabel, die Hexe und der Wurm“ stattfand. In der Halle 1 fand auch die Manga- & Comic-Con statt, weshalb sie überfüllt von Cosplayern und Comic-Fans war. Ich schob mich eine Viertelstunde durch die Menge zur Großen Bühne. Die Plätze waren gefüllt und außenrum standen hunderte Fans. Ich drängte mich bis zur Absperrung vor und erkannte Christopher Paolini zwischen zwei Männern, einem, der sich auf Englisch mit ihm unterhielt (ich fand nirgendwo im Internet seinen Namen) und dem Hörbuchsprecher Uve Teschner, der aus der deutschen Ausgabe vorlas. Eine Sicherheitsfrau vergab alle paar Sekunden zwei, drei oder sieben Plätze. Beim etwa 20. Mal wurde ich auch reingelassen und bekam einen Platz in der fünften Reihe.

Paolini wird gefragt, welche Sprache in Europa er am liebsten mag. Er antwortet: „Sie haben alle ihre eigene Schönheit, aber ich mag die deutsche am meisten; sie passt zur Welt und Geschichte. Meine italienischen Verwandten werden mich dafür töten, das gesagt zu haben.“
Das Interview von Philip von Book Walk und Andrada von Andrada’s Books.

Ausstellungen

Ausstellung der Siegertitel des Leipziger Lesekompass 2019

Sehr gespannt war ich wieder auf die Siegertitel des Leipziger Lesekompass dieses Jahr. Mit dabei war der Jugendthriller „Zartbittertod“ von Elisabeth Herrmann, der schon lange auf meiner Lesewunschliste steht.

Die prämierten Titel von 2 – 6 Jahre, 6 – 10 Jahre und 10 – 14 Jahre.

Die prämierten Titel in der Kategorie „10 bis 14 Jahre“.

Vorsicht Heimat! Das Beste vom Deutschen Karikaturenpreis

Sowohl auf der Frankfurter als auch auf der Leipziger Buchmesse schaue ich mir jedes Jahr die Karikaturenausstellung an, die mich oft zum Schmunzeln brachte. Eine Galerie mit älteren Karikaturen findet Ihr auf der Website des Deutschen Karikaturenpreis.

Aussteller

Im Laufe des Tages besuchte ich verschiedene Aussteller in den Hallen 2, 3, 4 und 5. Bei vielen Jugendbuchverlagen entdeckte ich Bücher, die ich noch lesen will Beim wunderschönen LovelyBooks-Stand holte ich mir meinen Leseliebe-Grund, der lautete

Ich liebe das Lesen, weil mir dabei ein Licht aufgeht.

LovelyBooks, Nr. 53

Veranstaltungen, bei denen ich nur kurz vorbeischaute

Zum Abschluss nahm ich am Wettbewerb „Wischmopps oder doch Wischmöppe? Speed-Quiz in Sachen Rechtschreibung & Co. zum Mitmachen“ der Koordinierungsstelle Dekade für Alphabetisierung teil. Es war wie letztes Jahr unterhaltsam und lehrreich, vor allem, als zwei ehemalige Analphabeten ihre rührende Geschichte erzählten und wie dankbar sie für die Unterstützung der Leute sind, dass sie jetzt lesen können. In Deutschland leben 7,5 Millionen funktionale Analphabeten, also Menschen, die nicht richtig lesen und schreiben können, was wirklich schlimm ist. Ich habe letzten Sommer eine Rezension über zwei Bücher in Einfacher Sprache veröffentlicht, damit sie Menschen, die schlecht lesen können verstehen. Ich gewann leider nicht, – dafür reichen meine Kenntnisse in der Literatur nicht aus – aber konnte gegenüber Freunden triumphieren, dass die Mehrzahl von Taxi nicht Taxen, sondern Taxis heißt.

Der Übergang zwischen zwei Hallen.

Um 17:30 Uhr verließ ich das Messegelände, um rechtzeitig beim Bahnhof zu sein. Draußen erwartete mich ein wunderschöner Abendhimmel.

Die Rückfahrt verlief reibungslos. Ich hatte trotz eines vollen Zugs einen Sitzplatz.

Zur Frankfurter und nächstes Jahr zur Leipziger Buchmesse will ich schon am Freitag anreisen und bis Sonntag bleiben. Ein Tag ist zu wenig, um alle Stände und Veranstaltungen zu besuchen, die man sehen will! Mal sehen, ob mein Wunsch in Erfüllung geht. Ich freue mich schon sehr auf die Frankfurter Buchmesse vom 16. bis 20. Oktober! Vielleicht sehen wir uns dort!

Liebe Grüße

Euer Lesemagier Daniel


Auf meinem Bookstagram-Account @lesemagier findet Ihr in den Highlights weitere Eindrücke meines Messebesuchs.

Hier findet Ihr meine Rückblicke von der Leipziger Buchmesse letztes Jahr:

Bericht von der Leipziger Buchmesse 2018 – Teil 1
Bericht von der Leipziger Buchmesse 2018 – Teil 2

1 Kommentar

  1. Vielen Dank für die tolle Beschreibung deines Tages auf der Leipziger Buchmesse. Solche Informationen sind sehr wertvoll für Leute, die sich noch nicht entschieden haben, und nach Blickpunkten suchen. Auf jeden Fall werden wir nächstes Jahr hinreisen. Und auch zur Buchmesse in Frankfurt im Oktober! Alles Gute!
    Thorsten J. Pattberg, Autor der Lehre vom Unterschied

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